Ein Klangerlebnis mitten in der NaturAm Pfingstmontag lud Kultur Amden zusammen mit der Musikgruppe Schäbyschigg zu einer musikalischen Wanderung auf dem Höhenweg ein. Über 100 Teilnehmende genossen eine stimmungsvolle Tour durch blühende Wiesen, stille Wälder und das eindrucksvolle Hochmoorgebiet – begleitet von überraschen den musikalischen Einlagen der vielseitigen Gruppe.
Von Corina Büsser Der Buswendeplatz im Arvenbüel begann sich am Vormittag des Feiertags zusehends zu füllen. Zahlreiche Ausflügler waren angereist, um sich für einmal auf einer Wanderung, geschmückt mit Klängen, musikalisch verwöhnen zu lassen. Schon bald erklangen die ersten Töne: Die fünf Musiker der Formation Schäbyschigg stimmten ihr erstes Lied an und erfüllten die Bergluft mit beschwingten Melodien. Nach einem kurzen, aber herzlichen Begrüssungskonzert wurden die Instrumente sorgfältig verstaut und auf den Rücken gepackt. Abhängig von der Grösse ihres Instruments, hatten dabei einige Musikanten deutlich mehr zu tragen als andere. Melodien am Wegesrand Vor der Wandergruppe erstreckte sich der Höhenweg – eine der beliebtesten Routen in Amden und von einigen Teilnehmenden bereits mehrfach erwandert. Dennoch war die Tour an diesem Tag etwas ganz Besonderes. Immer wie der legte Schäbyschigg kurze Stopps ein und gönnte den Teilnehmenden eine wohlverdiente Verschnaufpause. Die Musiker hingegen nutzten ihren Atem anders: Sie liessen ihn durch ihre Instrumente strömen und zauberten damit eindrucksvolle Klänge in die Bergwelt. Solche musikalischen Pausen gab es unter anderem im Altschen, bei Hüttlisbode und bei der Feuerstelle Hinder Höhi. Bei Letzterem konnten die Wandernden ihr mitgebrachtes Grillgut über dem Feuer zubereiten – ganz im Sinne der Selbstversorgung. Musikgruppe Schäbyschigg «Sälbschtversorger»: So heisst auch das neue Album der Musikgruppe. Darin nehmen die fünf Musiker das heutige Weltgeschehen mit einem Augenzwinkern unter die Lupe. Nebst dem Komponieren der Lieder werden auch die Liedtexte dazu selbst verfasst – und auch gesungen. Um sich für das letzte Konzert auf der Strecke zu stärken, haben sich selbstverständlich auch die Musikanten bei der Hinder Höhi «selbst versorgt». Auch ein kühles Bierchen schlich sich heimlich ins Gepäck – bei den kleineren Instrumenten war ja noch Platz! Jetzt die grosse Frage: Wer schleppte nun am Ende den schwersten Rucksack? Glücklich und zufrieden machten sich die Teilnehmenden nach dem heissen und schweisstreibenden Wandertag auf den Nachhauseweg – wohl froh, dass nicht in dem Takt gewandert werden musste, wie musiziert wurde. Comments are closed.
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August 2026
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