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Besuch Klanghaus Toggenburg

21/8/2026

 

Ein Haus, das klingt – Kultur Amden im Klanghaus Toggenburg

Ein Haus, das nicht nur Musik beherbergt, sondern selbst zum Instrument wird: Das neue Klanghaus Toggenburg beeindruckte die Teilnehmenden von Kultur Amden bei ihrem Besuch am 21. August.

Von Urs Roth

Fährt man von Unterwasser hinauf in Richtung Schwendi, fällt der Blick auf die bei den markanten Holzbauten von Klangwelt Toggenburg – das Klanghaus und das Resonanzzentrum. Der Besuch des Klanghauses war es, den Kultur Amden für den Anlass vom 21. August ausgewählt hatte. Die ansehnliche Teilnehmerschar war begeistert, ja geradezu überwältigt von diesem Werk, das nach jahrzehntelangem Kampf im Obertoggenburg entstanden ist. 

Von der Vision zum «begehbaren Instrument»
Die Geschichte des Hauses reicht weit zurück. 1993 begann der Musiker und Komponist Peter Roth am Schwendisee mit Kursen über Naturjodel, Alpsegen, Schellen und weitere Formen der Toggenburger Klangkultur. Daraus entstand die Vision eines Hauses, das eigens für Stimmen und Instrumente geschaffen sein sollte. 2002 begegnete Roth dem Bündner Architekten Peter Zumthor. Er erkannte die Besonderheit der Idee und bezeichnete das geplante Gebäude als «begehbares Instrument». Zunächst sollte Zumthor das Klanghaus entwerfen. Nachdem der Auftrag aufgrund einer Beschwerde öffentlich ausgeschrieben werden musste, zog er sich jedoch zurück. Im Projektwettbewerb setzte sich das Zürcher Büro Marcel Meili, Markus Peter Architekten durch. 

Politische Hürden und ein langer Atem
Mehrere politische Hürden mussten überwunden werden. Ein erster Anlauf scheiterte 2004, und im März 2016 lehnte der St. Galler Kantonsrat das damalige Projekt knapp ab. Die Initianten gaben jedoch nicht auf: Das Projekt wurde überarbeitet, die Finanzierung neu geregelt und der spätere Betrieb stärker auf private Mittel ab gestützt. 2019 stimmte der Kantonsrat dem Bau zu und das Stimmvolk sagte Ja. Nach mehr als zwei Jahrzehnten war damit die entscheidende politische Hürde genommen. Ende 2024 waren die Bauarbeiten nach rund zweieinhalbjähriger Bauzeit abgeschlossen. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 23,3 Millionen Franken. Die offizielle Eröffnung fand im Mai 2025 statt. 

150’000 Holzschindeln für die Fassade
Nur mit einer offiziellen Führung kann das Innere besichtigt werden. Doch bereits das Äussere ist sehenswert. 150’000 handgefertigte Holzschindeln zieren die Fassade, weitere 375’000 maschinell gefertigte die Dachuntersicht. Auch Klebdächlein über den Fenstern erinnern an traditionelle Toggenburger Häuser. Verwendet wurde einheimisches Material. 
Im Innern überrascht die Vielfalt der Räume. Rund um den Zentralraum liegen kleinere Räume zum Musikmachen, darunter «Schafberg», «Schwendisee» und der Echoraum. Den Auftakt der Führung machte die «Stube», die für gesellige Veranstaltungen zur Verfügung steht, mit Catering aus «Stump’s Alpenrose». Hier entdeckt man unter anderem drei Senntumsschellen. Wir erfuhren, wie viel Wissen und Geduld ihre Herstellung erfordert. Im Vergleich zu unseren «Trycheln» klingen sie etwas heller und tragen messingverzierte Lederriemen. 

Räume, die mit dem Klang spielen
Gigantisch präsentiert sich der Zentralraum. Persischen Ornamenten nachempfundene Wandöffnungen verbergen teilweise die dahinterliegenden Klangschalen. Diese verändern den Nachhall, je nachdem, wo man steht. Bis zu zwölf Sekunden Nachhall sind möglich. Eine Teilnehmerin machte die Probe aufs Exempel mit einer schönen Tonfolge. 
Im Echoraum sorgen drei Meter hohe Hallkissen aus Blech für einen fast endlosen Widerhall. Ganz anders der Raum «Schafberg»: Er eignet sich für eher laute Instrumente und Formationen wie Brassbands oder Drums, bei denen eine Resonanz eher ausgeschlossen werden soll. 

Ein Haus, das selbst zum Instrument wird
Das Klanghaus ist damit mehr als ein gewöhnliches Veranstaltungsgebäude. Es ist gewissermassen selbst ein Instrument, das erst durch Menschen, ihre Stimmen und ihre Musik zum Leben erwacht. Die lange Entstehungsgeschichte macht verständlich, weshalb die Freude über das fertige Haus im Toggenburg so gross ist. Aus einer Idee, die Peter Roth vor mehr als dreissig Jahren am Schwendisee entwickelte, ist ein aussergewöhnlicher Ort für die Klangwelt des Toggenburgs geworden. 
Nebst Konzerten und Aufführungen bietet das Klanghaus Räume für Seminare, Workshops und Tagungen, vorwiegend im Zusammenhang mit Musik und Gesang. Damit schliess sich nach einem langen Weg der Kreis: Was 1993 mit Kursen über die besondere Klangkultur des Toggenburgs begann, hat nun einen festen Ort erhalten. 

UNESCO Tektonikarena Sardona

13/6/2026

 

​Wo altes Gestein über jungem liegt

Warum liegt an der Lochsite bei Schwanden GL 300 Millionen Jahre altes Gestein auf deut lich jüngeren Schichten? Dieser Frage gingen die Teilnehmenden einer Exkursion von Kul tur Amden nach und erhielten faszinierende Einblicke in die Entstehung der Alpen und die Geschichte ihrer Erforschung. 

Von Urs Roth

​Rund ein Dutzend Interessierte folgten am 13. Juni der Einladung von Kultur Amden für die Exkursion zur Lochsite bei Schwanden. Hier ist die markante Linie im Felsen zu erkennen, die von der Glarner Hauptüberschiebung herrührt. Wer noch nicht direkt vor Ort war, erinnert sich vielleicht an die imposante Fussgängerbrücke über die Hauptstrasse oberhalb Schwanden in Richtung Elm. Hier findet man bequem den Einstieg in den geologischen Anschauungsunterricht. 

Zu Fuss zum geologischen Lehrbuch
​Die Gruppe von Kultur Amden wählte freilich nicht den bequemen Weg, sondern begab sich vorerst zu Fuss vom Bahnhof Schwanden hinauf ins liebliche Dörfchen Sool und dann steil hin unter zur Lochsite. Und hier erfuhr man dann allerlei Interessantes über die Entstehung der Alpen, die Bewegungen der tektonischen Platten der Erde und eben die Glarner Hauptüberschiebung. Wie kann es sein, dass älteres Gestein heute über jüngerem liegt? Was passierte mit der Erde, dass sich in Gebieten wie den Alpen hohe Berge «aufgefaltet» haben? Fragen, die Eva Bonus, Vorstandsmitglied von Kultur Amden, vor Ort kompetent beantwortete. Darüber hinaus erläuterte sie anschaulich die Entwicklung unseres Planeten, die Entstehung der Kontinente und die Prozesse, welche die Erdoberfläche bis heute formen.

Wie die Alpen entstanden
Besonders eindrücklich ist an der Lochsite die Tatsache, dass hier deutlich sichtbar rund 250 bis 300 Millionen Jahre alte Verrucano-Gesteine auf wesentlich jüngeren, nur etwa 35 bis 50 Millionen Jahre alten Flyschgesteinen liegen. Dieses scheinbar widersprüchliche Phänomen gab der Wissenschaft lange Rätsel auf. Heute weiss man, dass gewaltige Kräfte während der Alpenbildung ganze Gesteinspakete über Dutzende von Kilometern übereinander schoben. Ursache da für war die Kollision der afrikanischen mit der europäischen Kontinentalplatte, die vor rund 100 bis 30 Millionen Jahren zur Auffaltung der Alpen führte.

Die Eschers und das Rätsel der Lochsite
Die Lochsite spielte auch in der Geschichte der Geologie eine bedeutende Rolle. Bereits anfangs des 19. Jahrhunderts erkannte der Zürcher Naturforscher und Ingenieur Hans Conrad Escher von der Linth bei seinen Untersuchungen im Glarnerland, dass hier ältere Gesteinsschichten über jüngeren liegen – eine Beobachtung, die den damals geltenden Vorstellungen von der Entstehung der Berge widersprach. Seine Er kenntnisse hielt er nicht nur in Notizen fest, sondern auch in zahlreichen Zeichnungen und Aquarellen der Glarner Alpen, die heute als wertvolle wissenschaftliche Dokumente gelten. Sein Sohn Arnold Escher setzte die Forschungen fort und untersuchte die geologischen Strukturen der Region während Jahrzehnten. An der Lochsite erkannte er die entscheidende Bedeutung der Überschiebung für das Verständnis der Alpenbildung. In der Mitte des 19. Jahr hunderts beschrieb er die Überlagerung des alten VerrucanoGesteins über deutlich jüngere Schichten eingehend und erkannte deren zent rale Bedeutung für das Verständnis der Alpen bildung. Damit wurde ein wichtiger Grundstein für die moderne Gebirgsgeologie gelegt. Die Erkenntnis, dass ganze Gesteinspakete über weite Distanzen übereinander geschoben werden können, setzte sich allerdings erst Jahre später in der Wissenschaft endgültig durch.

Ein Welterbe von globaler Bedeutung
Die Glarner Hauptüberschiebung gilt als eines der bedeutendsten geologischen Phänomene der Welt. Sie lieferte einen entscheidenden Beweis für die damals noch umstrittene Erkenntnis, dass sich Gebirge durch gewaltige horizontale Verschiebungen von Gesteinspaketen bilden können. Aufgrund ihrer aussergewöhnlichen wissenschaftlichen Bedeutung gehört das Gebiet seit 2008 zum UNESCO Weltnaturerbe «Tektonikarena Sardona». Den Kopf voll von neuen Informationen kehrten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, nachdem sie die wohlverdiente Erfrischung auf der Restaurant-Terrasse im Dorfzentrum zu sich genommen hatten, nach Amden zurück. Die Exkursion zeigte eindrücklich, dass sich an der Lochsite nicht nur ein einzigartiges Naturdenk mal besichtigen lässt, sondern auch ein Stück Wissenschaftsgeschichte, das wesentlich zum Verständnis der Entstehung der Alpen beigetragen hat. 

Traditionelles Handweben

8/5/2026

 

Besuch in der Webstube von Boris Vidakovic in Weesen

Im Rahmen eines Anlasses von Kultur Amden führte uns ein Ausflug nach Weesen in die Webstube von Boris Vidakovic. Dort erhielten wir einen faszinierenden Einblick in das traditionelle Handwerk des Handwebens und in die kreative Welt eines leidenschaftlichen Webers. 

Von Corina Büsser

Handweben ist ein altes Handwerk, bei dem einzelne Fäden mit viel Geduld, Sorgfalt und Geschick miteinander verbunden werden, bis daraus ein einzigartiges textiles Werk entsteht. Was auf den ersten Blick einfach erscheinen mag, erfordert grosses Können, Erfahrung und ein gutes Gespür für Farben, Materialien und Formen. 
Boris Vidakovic verbindet traditionelle Webkunst mit grosser Kreativität. In seiner Webstube entstehen neben vielen aussergewöhnlichen und individuellen Kreationen auch alltägliche Gegenstände, die durch seine Arbeit zu kleinen Kunstwerken werden. Besonders eindrücklich sind seine Chuchi-Tüechli, die durch unterschiedliche Farben, Muster und Webtechniken einen ganz eigenen Charakter erhalten. 

Einblick in die Welt des Webens
Während unseres Besuchs konnten wir die Arbeit des Webers hautnah erleben und mehr über die verschiedenen Arbeitsschritte erfahren. Dabei wurde deutlich, wie viel Zeit, Konzentration und Leidenschaft in jedem einzelnen Stück steckt. Die Begegnung vermittelte uns nicht nur interessantes Wissen über ein traditionsreiches Handwerk, sondern zeigte auch, wie wertvoll es ist, solche handwerklichen Fähigkeiten zu bewahren und weiterzugeben. 
Der Ausflug nach Weesen war für alle Beteiligten eine bereichernde und inspirierende Erfahrung. Die Webstube von Boris Vidakovic verbindet Handwerk, Kreativität und Tradition auf eindrückliche Weise und machte unseren Anlass von Kultur Amden zu einem besonderen Erlebnis. 

Venedig - Triest

17/4/2026

 

Ein Dokumentarfilm mit Rolf Günther (Teil 2)

Die Reise auf dem Wasser geht weiter. ​Am Freitagabend, 17. April 2026, trafen sich im Gallussaal Amden erneut rund 40 interessierte Besucherinnen und Besucher zur Fortsetzung der besonderen Filmreise von Rolf Günter und seinem Hund Buffo. Nach dem ersten Teil „Locarno – Mailand – Venedig“, der im Februar gezeigt worden war, war das Publikum gespannt, wie die abenteuerliche Reise weitergehen würde. 

Von Corina Büsser

Von Venedig aus führt die Reise weiter Richtung Osten. Rolf und Buffo folgen Kanälen und Wasserwegen, die teilweise bereits vor Jahrhunderten als Verkehrswege genutzt wurden. Im kleinen Ruderboot erleben sie dabei eine abwechslungsreiche Landschaft, die sich Schritt für Schritt von der venezianischen Lagune zur Adriaküste verändert. 

Entlang der Küste bis Duino und weiter bis nach Triest
Ein besonderer Abschnitt führt am Schloss Duino vorbei. Das imposante Schloss thront auf einem Felsen hoch über dem Golf von Triest und bietet einen eindrücklichen Blick über die Adria. Die Küste rund um Duino ist zudem eng mit dem Dichter Rainer Maria Rilke verbunden, der hier Teile seiner berühmten „Duineser Elegien“ verfasste. 
Der letzte Abschnitt führt Rolf und Buffo der Küste entlang nach Triest. Die traditionsreiche Hafenstadt bildet den spektakulären Abschluss der Reise. Dort, wo die grossen Hochseeschiffe anlegen, endet die Fahrt für das kleine Ruderboot endgültig. 

Mit „Venedig – Triest“ fand die im Februar begonnene Dokumentarfilmreise ihren Abschluss. Die beiden Filmabende zeigten eine ungewöhnliche Reise von den Alpen bis zur Adria – langsam, unmittelbar und immer ganz nah am Wasser. 

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Locarno - Mailand - Venedig

20/2/2026

 

Ein Dokumentarfilm mit Rolf Günther (Teil 1)

Rund 40 Interessierte fanden sich am Freitagabend, 20. Februar 2026, im Gallussaal in Amden ein, um sich auf eine aussergewöhnliche Reise mitzunehmen zu lassen: von Locarno über Mailand bis nach Venedig. Im Mittelpunkt des Abends stand der Dokumentarfilm von Journalist und Dokumentarfilmer Rolf Günter, der gemeinsam mit seinem Hund Buffo eine ungewöhnliche Reise auf dem Wasserweg unternommen hat. 

Von Corina Büsser

​Die Route führt von den Alpen bis an die Adria und folgt einer historischen Wasserverbindung, die Locarno am Lago Maggiore mit Venedig verbindet. Statt die Strecke bequem auf Strassen oder Schienen zurückzulegen, wagten sich Günter und Buffo in einem traditionellen Holzkahn auf das Wasser. 

Mit dem Holzkahn von den Alpin bis zur Adria - Start in Locarno
Ausgangspunkt der Reise ist Locarno am Lago Maggiore. Die Tessiner Stadt liegt zwischen See und Bergen und ist bekannt für ihr mildes, mediterranes Klima. Die Piazza Grande, die Altstadt und die oberhalb der Stadt gelegene Wallfahrtskirche Madonna del Sasso gehören zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten. Von hier beginnt das Abenteuer: Mit dem kleinen Holzkahn geht es aufs Wasser und damit hinein in eine Reise, bei der nicht nur die Landschaft, sondern auch die unterschiedlichsten Herausforderungen zum Erlebnis werden. 

Durch die Lombardei nach Mailand
Die nächste grosse Etappe führt Richtung Mailand. Der Wechsel von der naturnahen Landschaft hin zur pulsierenden lombardischen Metropole sorgt für einen spannenden Kontrast. 
Mailand ist eine Stadt mit langer Geschichte und gleichzeitig ein modernes Zentrum für Wirtschaft, Kultur, Mode und Design. Im Film wird die Stadt jedoch aus einer ungewöhnlichen Perspektive erlebt – nämlich vom Wasser aus. Gerade dieser Blickwinkel macht die Reise zu etwas Besonderem und zeigt bekannte Gegenden in einem ganz anderen Licht. 

Die Reise ist weit mehr als eine gewöhnliche Fluss- oder Kanufahrt. Sie folgt einem Netz von Seen, Flüssen und Kanälen und macht sichtbar, welche Bedeutung die Wasserwege einst für Handel, Transport und die Entwicklung der Städte hatten. 
Für Rolf Günter und seinen vierbeinigen Begleiter Buffo bedeutet die Fahrt gleichzeitig ein echtes Abenteuer. Mit einem kleinen Boot unterwegs zu sein, verlangt Geduld, Ausdauer und Improvisationsvermögen. Schleusen, wechselnde Wasserverhältnisse und die Orientierung auf den verschiedenen Gewässern machen jede Etappe zu einer eigenen Herausforderung. 

Venedig als grosses Ziel
Nach zahlreichen Kilometern auf dem Wasser wartet schliesslich Venedig. Die Lagunenstadt bildet den eindrücklichen Höhepunkt der Reise. Ihre Kanäle, Brücken und historischen Gebäude stehen sinnbildlich für eine Stadt, die seit Jahrhunderten eng mit dem Wasser verbunden ist. 
Damit schliesst sich auch der Bogen der Reise: Vom Lago Maggiore über die lombardischen Wasserwege bis in die Lagune von Venedig – eine Verbindung zwischen Alpenraum und Adriatischem Meer, die aus der Perspektive eines kleinen Bootes völlig neue Eindrücke vermittelt. 

Im Gallussaal konnten die rund 40 Besucherinnen und Besucher die verschiedenen Etappen dieser aussergewöhnlichen Reise miterleben. Die eindrücklichen Filmaufnahmen vermittelten nicht nur schöne Landschaftsbilder, sondern gaben auch einen Einblick in die Herausforderungen, die eine solche Reise mit sich bringt. Dabei wurde deutlich: Wer sich auf einen solchen Weg begibt, erlebt Landschaft und Kultur nicht einfach als Zuschauer. Das Reisen auf dem Wasser verlangsamt das Tempo und schafft eine besondere Nähe zu den Orten, an denen man vorbeikommt.

​Mit „Locarno – Mailand – Venedig“ stand am 20. Februar 2026 der erste Teil der zweiteiligen Dokumentarfilmreise auf dem Programm. Die Geschichte fand mit der späteren Fortsetzung „Venedig – Triest“ ihre Weiterführung. Dieser Film wird am 17. April 2026 ebenfalls im Gallussaal gezeigt. 
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Von der Alp auf die Musicalbühne

20/11/2025

 

​Zwischen Alp und Rampenlicht – Christian Gwerders besonderer Weg

Am 20. November lud Kultur Amden zu einem besonderen Filmabend ein: Gezeigt wurde der Dokumentarfilm «Von der Alp auf die Musicalbühne – Christian Gwerders Tanz zwischen zwei Welten». Im Mittelpunkt steht der Muotathaler Älpler, Zimmermann und Musicaldarsteller Christian Gwerder, dessen Lebensweg unterschiedlicher kaum sein könnte – und gerade deshalb so fasziniert. 

von Corina Büsser

Im Sommer auf der Alp, umgeben von Rindern, Schafen und Geissen, im Winter als Zimmermann tätig und gleichzeitig mit einer grossen Leidenschaft für Gesang, Schauspiel und Musical auf der Bühne: Christian Gwerder bewegt sich zwischen zwei Welten, die auf den ersten Blick kaum zusammenpassen. Seit über 20 Jahren stand er im Muotathaler Theater auf der Bühne und ist auch als Juuzer und Volksmusikant bekannt. Doch irgendwann entstand der Wunsch, musikalisch noch einmal ganz neue Wege zu gehen. 

Vom Älpler zum Musicaldarsteller
So begann er eine mehrjährige professionelle Musicalausbildung in Zürich – zunächst ohne gross darüber zu sprechen. Zu ungewohnt schien der Schritt für einen bodenständigen Älpler aus dem traditionellen Muotathal. Nach vier Jahren hatte er seinen Abschluss als Musicaldarsteller in der Tasche und sammelte erste Erfahrungen in Musicalproduktionen. 

Aus diesem persönlichen Weg entstand schliesslich auch der Dokumentarfilm. Gwerder zeichnet darin seinen eigenen «Tanz zwischen zwei Welten» nach: zwischen Alpidylle und Showbühne, Tradition und Veränderung, Heimatverbundenheit und dem Mut, neue Wege zu gehen. Dabei geht es nicht nur um die Frage, wie ein Älpler zum Musicaldarsteller wird, sondern auch um Träume, Zweifel, gesellschaftliche Erwartungen und die Kraft, an den eigenen Vorstellungen festzuhalten. 

​Besonders macht den Film, dass Gwerder selbst hinter dem Projekt steht – von der Idee über die Regie bis hin zu Musik und Produktion. Entstanden ist ein sehr persönlicher und authentischer Einblick in ein Leben, das zeigt: Herkunft und Tradition müssen kein Widerspruch zu neuen Träumen sein. 
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Geheimnisvolle Welt der Pilze

16/9/2025

 

Essbar oder gefährlich? Auf Entdeckungstour im Reich der Pilze

 Pilze üben seit jeher eine besondere Faszination aus. Sie spriessen oft beinahe unbemerkt aus dem Waldboden, auf Wiesen oder zwischen Moos und Laub – und manche von ihnen sind wahre kulinarische Schätze. Gleichzeitig birgt die Pilzwelt auch Gefahren: Giftige Arten können essbaren Pilzen zum Verwechseln ähnlich sehen. 

Von Corina Büsser

Im Gallussaal in Amden erhielten die Besucherinnen und Besucher am 16. September 2025 spannende Einblicke in diese geheimnisvolle Welt. Pilzexperte Peter Lenz aus Uznach nahm das Publikum mit auf eine informative und abwechslungsreiche Reise durch die heimische Pilzvielfalt. Dabei zeigte er, worauf beim Sammeln von Wildpilzen besonders zu achten ist und wie sich essbare Arten von ihren giftigen Doppelgängern unterscheiden lassen. 
Mit anschaulichen Beispielen und seinem fundierten Fachwissen vermittelte Peter Lenz nicht nur Wissenswertes über verschiedene Pilzarten, sondern gab auch wertvolle Tipps für alle, die selbst gerne auf Pilzsuche gehen. Schnell wurde deutlich: Beim Pilzesammeln sind gute Kenntnisse und ein geschultes Auge unerlässlich – denn nicht jeder Pilz, der appetitlich aussieht, gehört auch auf den Teller. 
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Der spannende Vortrag zeigte eindrücklich, wie vielfältig und faszinierend die Welt der Pilze ist, und weckte bei so manchem Gast die Lust, den nächsten Spaziergang durch Wald und Wiesen einmal mit etwas anderen Augen zu betrachten. 

Wandertag mit Schäbyschigg

9/6/2025

 

Ein Klangerlebnis mitten in der Natur

Am Pfingstmontag lud Kultur Amden zusammen mit der Musikgruppe Schäbyschigg zu einer musikalischen Wanderung auf dem Höhenweg ein. Über 100 Teilnehmende genossen eine stimmungsvolle Tour durch blühende Wiesen, stille Wälder und das eindrucksvolle Hochmoorgebiet – begleitet von überraschen den musikalischen Einlagen der vielseitigen Gruppe.

Von Corina Büsser

Der Buswendeplatz im Arvenbüel begann sich am Vormittag des Feiertags zusehends zu füllen. Zahlreiche Ausflügler waren angereist, um sich für einmal auf einer Wanderung, geschmückt mit Klängen, musikalisch verwöhnen zu lassen. Schon bald erklangen die ersten Töne: Die fünf Musiker der Formation Schäbyschigg stimmten ihr erstes Lied an und erfüllten die Bergluft mit beschwingten Melodien. Nach einem kurzen, aber herzlichen Begrüssungskonzert wurden die Instrumente sorgfältig verstaut und auf den Rücken gepackt. Abhängig von der Grösse ihres Instruments, hatten dabei einige Musikanten deutlich mehr zu tragen als andere.

Melodien am Wegesrand
Vor der Wandergruppe erstreckte sich der Höhenweg – eine der beliebtesten Routen in Amden und von einigen Teilnehmenden bereits mehrfach erwandert. Dennoch war die Tour an diesem Tag etwas ganz Besonderes. Immer wie der legte Schäbyschigg kurze Stopps ein und gönnte den Teilnehmenden eine wohlverdiente Verschnaufpause. Die Musiker hingegen nutzten ihren Atem anders: Sie liessen ihn durch ihre Instrumente strömen und zauberten damit eindrucksvolle Klänge in die Bergwelt. Solche musikalischen Pausen gab es unter anderem im Altschen, bei Hüttlisbode und bei der Feuerstelle Hinder Höhi. Bei Letzterem konnten die Wandernden ihr mitgebrachtes Grillgut über dem Feuer zubereiten – ganz im Sinne der Selbstversorgung. 

Musikgruppe Schäbyschigg
«Sälbschtversorger»: So heisst auch das neue Album der Musikgruppe. Darin nehmen die fünf Musiker das heutige Weltgeschehen mit einem Augenzwinkern unter die Lupe. Nebst dem Komponieren der Lieder werden auch die Liedtexte dazu selbst verfasst – und auch gesungen.
Um sich für das letzte Konzert auf der Strecke zu stärken, haben sich selbstverständlich auch die Musikanten bei der Hinder Höhi «selbst versorgt». Auch ein kühles Bierchen schlich sich heimlich ins Gepäck – bei den kleineren Instrumenten war ja noch Platz! Jetzt die grosse Frage: Wer schleppte nun am Ende den schwersten Rucksack? Glücklich und zufrieden machten sich die Teilnehmenden nach dem heissen und schweisstreibenden Wandertag auf den Nachhauseweg – wohl froh, dass nicht in dem Takt gewandert werden musste, wie musiziert wurde. 

Amden persönlich: Sonja Hasler im Gespräch mit Luzia Manser und Leo Fürer

17/5/2025

 

​«Amden persönlich» mit Leo Fürer jun. und Luzia Manser

Zum dritten Mal schon gaben zwei interessante Persönlichkeiten einen Einblick in ihr Leben und ihren Alltag. Für den Anlass «Amden persönlich» vom 17. Mai konnte der Verein «KulturAmden» Leo Fürer jun. und Luzia Manser gewinnen. Befragt von Moderatorin Sonja Hasler, verrieten die beiden allerlei Interessantes aus ihrem Leben und ihrer Gefühlswelt. 

von Urs Roth

Selbst unvorbereitete Gäste – von denen es nicht allzu viele gegeben haben dürfte – bemerkten auf den ersten Blick, um was es an diesem Abend unter anderen gehen würde: Neben der hübschen Bühne präsentierten sich auf vier grossformatigen Fotos Luchse in freier Wildbahn, fotografisch eingefangen von Leo Fürer. In unterschiedlichen Haltungen – stolz, fragend, gelassen, in rasantem Tempo. Leo Fürer also, einer der beiden heutigen Protagonisten. Sohn des bekannten Dorfarztes mit gleichem Namen, 29 Jahre alt, ausgebildeter Zahnarzt mit Berufsziel Kieferchirurg, Absolvent der Jagdprüfung. Und eben: Leidenschaft für den Luchs, «die grösste wild lebende Katzenart Europas», wie er sagt. Als jüngstes von sieben Kindern – ausser ihm alles Mädchen – in Amden aufgewachsen, habe er miterlebt, wie sein Vater den Beruf des Arztes ausgeübt habe. Viel Arbeit, doch nie gestresst, so erlebe er ihn. Nicht zuletzt diese Tatsache hätte ihn dazu bewogen, ebenfalls einen medizinischen Beruf anzustreben. Zahnarzt habe er nicht werden wollen, seine Faszination für Zähne halte sich in Grenzen. Doch das Zahnarztstudium sei halt eine Bedingung für seinen Berufswunsch als Kieferchirurg. Dieses Ziel werde er nächstes Jahr erreichen. Und seinen Beruf werde er wohl am ehesten im Rheintal oder im Engadin ausüben. Neben Leo Fürer auf der Bühne: Luzia Manser, 51jährige Pilotin und Leiterin von TrekkingTouren im Himalaya, Wanderleiterin auch in Amden, aufgewachsen als eines von vier Mädchen in Appenzell («Ich war der ’Bub’ von uns vier Kindern, also jenes, das immer das machen musste, was normalerweise Aufgabe des Buben ist»). Alle vier Mädchen seien im Dezember auf die Welt gekommen, «neun Monate, nachdem vor dem Frühjahr das Cheminéeholz langsam ausgegangen ist», scherzte sie. Nach ihrer KV-Ausbildung wurde ihr die Appenzeller Welt zu klein, ihr Lebensweg führte sie in die USA, ins Welschland, in die Tourismusfachschule, zur 
Swissair als Flight Attendant und zur Ausbildung als Pilotin. Ihr ursprünglicher Berufswunsch als Kind – hier haben wir eine erste Parallele zu Leo Fürer – sei Tierärztin gewesen. Auch Leo Fürer habe als Kind mit diesem Gedanken gespielt, wie er sagte. 

Acht Jahre auf den Luchs gewartet
Der Luchs lebt sehr zurückgezogen, wird kaum einmal von Menschen erblickt. «Es gibt Leute, die meinen, der Luchs sei etwa so gross wie eine Katze», sagte Leo Fürer. «Das ist nicht so, er ist viel grösser – seinen Spuren sieht man an, dass er richtige Pranken hat.» Wie gross Leo Fürers Begeisterung für den Luchs ist, bekamen die Gäste zu hören, als sie erfuhren, wie lang er für eine brauchbare Foto warten musste. «Bis ich 
nur mal einen zu Gesicht bekam, dauerte es fünf Jahre», erzählte er. «Und erst nach acht Jahren bekam ich ihn vor die Kamera.» Er habe zwar gerade kürzlich die Jagdprüfung bestanden, auf ein Tier schiessen werde er jedoch nie, versicherte er. Die Jagdausbildung habe er allein deshalb gemacht, um die Wildtiere kennenzulernen. «Wobei ich durchaus anerkenne, dass die Jagd und ihre Aufgaben notwendig sind», präzisierte er. Er selbst allerdings beschränke sich auf das Beobachten und das Fotografieren der Tiere. Diesbezüglich sei er der Jagdgesellschaft Mattstock sehr dankbar, die ihn dabei unterstütze, Kameras in ihrem Jagdrevier zu installieren. 

Die Arbeit im Business-Jet
Die im Fli Amden wohnhafte Luzia Manser ist heute Pilotin bei der Cat Aviation, eine für Charterflugverkehr spezialisierte Fluggesellschaft. Da liegt die Frage von Moderatorin Sonja Hasler natürlich nahe: Wie sieht es im Innern eurer Business Jets aus, wie ist die Arbeit dort? «Ja, das sind tatsächlich schöne Flugzeuge», bestätigte Luzia Manser. «Zum Teil mit Sesseln aus Leder, mit einem Salon für die Gäste». Doch für sie und 
ihren Lebenspartner, der ebenfalls Mitglied im Team sei, sei der Komfort im Vergleich bescheiden, die Raumverhältnisse eng, die Flugvorbereitungen, der Lebensmittel und Gepäcktransport anspruchsvoll. «Doch das Leben in diesem Beruf, den Lifestyle von prominenten Fluggästen mitzuerleben, ist durchaus faszinierend», sagte sie. Spezielle Wünsche gebe es schon hin und wieder, sagte sie auf die Frage der Moderatorin. Austern zum Beispiel, die man vor dem Flug habe organisieren müssen, oder natürlich Champagner. «Doch achtzig Prozent sind wie 
du und ich», meinte sie. Was ihr Sonja Hasler allerdings nicht so ganz abnahm. Bei ihrer Aufgabe müsse man flexibel sein, sagte Luzia Manser. Da sei sie nicht ausschliesslich Pilotin, sondern je nachdem auch im Bordservice tätig. Ob sie denn als Pilotin von den Fluggästen akzeptiert werde, wollte Sonja Hasler wissen. Offenbar schon. Denn Luzia Manser wusste zu erzählen: «Als ein Gast, der mich bis anhin nur im Service erlebt hat, mich am Steuer erblickt hat, hat er erst einmal grosse Augen gemacht». Er habe ein paarmal hin und her geschaut und dann gesagt: «That’s pretty cool.» Eine ganz andere Welt erlebt Luzia Manser, wenn sie als Leiterin von TrekkingTouren mit Gästen im Himalaya unterwegs ist. Bis auf eine 
Höhe von 7’200 m ü. M. sei sie dabei schon gelangt, sagte sie. Das Besteigen von Bergen stehe für sie dabei allerdings nicht im Vordergrund, 
sondern vielmehr das Kennenlernen von fremden Leuten und Lebensweisen. 

Gemeinsamkeiten
Sonja Hasler, wie üblich souverän und gut vor bereitet, befragte die beiden Gäste auch zu den bevorzugten Themen der jeweils anderen Person. So war beispielsweise zu erfahren, dass Luzia Manser nicht die Geduld hätte wie Leo Fürer, stundenlang auf ein Wildtier zu warten. Oder dass es eines der Ziele von Leo Fürer ist, einmal für längere Zeit in die Himalaya Region zu reisen. Doch es gibt auch Gemeinsamkeiten. Solche kamen, nebst dem gleichen Berufswunsch als Tierärztin beziehungsweise Tierarzt, im Verlauf des Gesprächs zutage. Auf die Frage, welchem Tier sie am liebsten mal begegnen wür den, antworteten beide: dem Schneeleoparden. «Ein faszinierendes, seltenes Raubtier», sagten beide übereinstimmend. Nicht ausgeschlossen, dass sich dieser Wunsch für beide erfüllt, findet man dieses Tier doch unter anderem im Himalaya. Eine weitere Gemeinsamkeit ist, dass beide keine Flugangst verspüren. Brenzlige Situationen hätte sie noch nie erlebt, sagte Luzia Manser, und Leo Fürer, mit einem schelmischen Blick zu seinen Eltern im Publikum: «Die Flugangst habe ich zum Glück nicht geerbt.» 


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Vortrag Via Glaralpina

20/2/2025

 

Wenn aus einer Idee ein Weitwanderweg wird

Wie entsteht eigentlich ein hochalpiner Weitwanderweg? Dieser Frage widmete sich ein Vortrag von Kultur Amden im Gemeindesaal. Zu Gast war Gabi Aschwanden, Mitinitiantin und treibende Kraft hinter der Via Glaralpina. 

Von Corina Büsser
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Die Via Glaralpina führt auf 19 Etappen rund um das Glarnerland. Auf rund 230 Kilometern und mit insgesamt rund 18'500 Höhenmetern im Auf- und Abstieg verbindet sie die vielfältigen Landschaften der Glarner Bergwelt – von grünen Alpen bis hin zu hochalpinen Regionen. Die Route führt dabei über bestehende Wanderwege, aber auch über rund 40 Kilometer neu erschlossene alpine Wegabschnitte. 

Mit Leidenschaft und Pinsel im Gepäck unterwegs
Gabi Aschwanden erzählte im Gemeindesaal nicht nur von der Entstehung und den Herausforderungen dieser besonderen Route, sondern nahm das interessierte Publikum auch mit in ihre persönliche Bergwelt. Sie berichtete von Begehungen, der Suche nach geeigneten Wegführungen und den vielen Arbeiten, die hinter einem solchen Projekt stecken. Mit viel Leidenschaft und persönlichen Geschichten vermittelte sie, was die Via Glaralpina so besonders macht. Dass dabei auch ganz praktische Dinge eine Rolle spielen, zeigte ein besonderer Tipp aus ihrer Arbeit: Für das Bemalen der Wanderwegzeichen eignet sich – ganz nach Gabi Aschwanden – der Betty-Bossi-Pinsel am besten. 
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Der Abend bot damit nicht nur spannende Einblicke in eine eindrückliche Wanderroute, sondern auch in die Menschen und die Leidenschaft, die hinter ihrer Entstehung stehen. 
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