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Lunana: A Yak in the Classroom

11/12/2021

 

Ein berührender Spielfilm aus Bhutan

Ein ungewöhnlich feinfühliger, bewegender Film der mitten ins Herz trifft. Ein junger Lehrer aus der Stadt wird ins entlegene Lunana-Hochgebirgstal geschickt und macht sich widerwillig auf den Weg durch die bezaubernde Bergwelt. Vor Ort trifft er auf eine Gemeinschaft, die ihn mit Respekt betrachtet. Nur ein Lehrer könne «die Zukunft der Kinder berühren». Der wunderschöne Spielfilm aus Bhutan wurde in Lunana auf 3'700 bis 4'200 m ü.M. mit Solarenergie und LaiendarstellerInnen gedreht, die dort die wohl abgelegenste Schule der Welt besuchen.
Ein Liebesfilm in Zeitlupe, möchte man sagen, so sanft ist er in seinen Annäherungen. Ugyen lebt in Thimphu, der Hauptstadt Bhutans. Eigentlich träumt er davon, nach Australien auszuwandern und dort als Musiker Karriere zu machen. Doch er wird dazu verknurrt, sein letztes Lehrjahr als Lehrer in Lunana zu verbringen. Dort steht im Dorf Lhedi (3'730 M.ü.M.) die wohl abgelegenste Schule der Welt, warten ein Dutzend Kinder wissbegierig darauf, unterrichtet zu werden. Sie wären der Traum eines jeden Lehrers, aber nicht der von Ugyen. Er will runter und weg. So einfach geht das allerdings nicht, denn Lunana liegt an den Hängen des Himalaya und ist nur in einem achttägigen Treck erreichbar.
Pawo Choyning Dorji lädt uns in seinem ersten Spielfilm ein, die Reise mit Ugyen zu unternehmen und ein Dorf kennenzulernen, in dem auch die Kinder mit wenig zufrieden sind. Die Geschichte, die er erzählt, setzt sich aus wahren Begebenheiten zusammen, die Menschen spielen sich selber. Das Mädchen Pem Zam etwa, es rührt das Herz Ugyens und unseres. Er, der den Beruf des Lehrers an den Nagel hängen wollte, erfährt hier mehr übers Schule geben als in seiner Ausbildung. Und er scheint auch besser zu spüren, was das «Bruttosozialglück» bedeutet, dass der König seinem Land verordnet hat und höher gewichtet als das Bruttosozialprodukt. Der Film «Lunana» ist so etwas wie die Suche nach dem Glück, das wir gerne weit weg wähnen, wo es doch ganz nah sein kann. Über die hübsche Sandon und ihre Lieder lernt Ugyen Mythen des Gebirges kennen und ahnen, dass es in Beziehungen auch Tiefe und Glück geben kann. Ihre Annäherung geschieht ganz leise, in Zeitlupe, möchte man sagen.
Die Dorfbewohner leben mit ihren lebenswichtigen Yaks in Eintracht. Yaks spenden Wärme, Nahrung und Arbeitsunterstützung. Der Yak lebt in grosser Höhe und ernährt sich von Gras. Der Bulle hilft, Lasten bis zu 130 kg zu transportieren, die Kuh liefert Milch, die zu Butter und Käse verarbeitet wird.
In der Aula, Amden durften wir, ganz komfortabel, diesen eindrücklichen Film geniessen.

Filmabend

11/1/2020

 

El botón de nácar oder der Perlmuttknopf
​

Ein gut besuchter, eindrücklicher Filmabend im Sporthuus 
Rund 40 Besucher fanden sich am Samstag, 11. Januar, zum gemeinsamen Kinoabend mit dem Filmclub Amden ein. Eilig wurden mehr Stühle hervorgeholt und der Raum des ehemaligen Sporthuus füllte sich bis zum letzten Platz.
 Gezeigt wurde „El botón de nácar“ (Der Perlmuttknopf), ein Dokumentarfilm von Patricio Guzmán, Chile 2015. Es ist eine Chile- und Weltgeschichte und erzählt in wunderbaren, poetischen  Bildern vom Wasser und der wilden Natur Patagoniens. Er erzählt aber auch vom Leben der Ureinwohner und deren Ausrottung, und von der Zeit der Militärdiktatur in den 1970iger Jahren unter dem Regime Pinochets  und dessen  grausamen Folterungen und dem Verschwinden lassen Andersdenkender. 
Kurz vor dem Militärputsch 1973 haben unsere beiden Mitglieder Margarita und Werner Zemp in Chile gelebt und gearbeitet. In dankenswerter Weise haben sie sich bereit erklärt, in einem kurzen Vorwort ihre Eindrücke über das Land und die damalige politische Situation unter der sozialistischen Regierung Allende zu schildern. Gespannt lauschten die Anwesenden ihren Ausführungen. 
Der anschliessende Film war ein 82-minütiges ebenso grossartiges wie aufwühlendes Kino-Erlebnis: philosophisch-poetisch, in grandioser Bildsprache mit intellektuell und emotional forderndem Inhalt. Ein nachhaltiger Film, der die Besucherinnen und Besucher beeindruckt und zum Teil sehr nachdenklich in den Abend entliess. 
Die erstmalige Zusammenarbeit mit dem Filmclub Amden darf als sehr gelungen bezeichnet werden. An alle Beteiligten geht hiermit ein herzliches Dankeschön.

Anna Göldi Filmabend

16/5/2018

 

Filmabend Anna Göldi - letzte Hexe

Anna Göldi war die letzte Frau, die in Europa durch ein ordentliches Gericht als Hexe verurteilt und am 18. Juni 1782 in Glarus hingerichtet wurde. Sensibel wurde die erschütternde Geschichte einer kraftvollen Frau, die ungewollt an einer verlogenen Ehr- und Sittenmoral gekratzt hat, verfilmt.
Eindrücklich sind die gewaltigen Landschaftsaufnahmen an Originalschauplätzen im Kanton Glarus. Der Film ist ein überzeugendes Portrait des 18. Jahrhunderts, mit grosser Liebe zum Detail und Einfühlung in diese Zeit. Ein grosses Dankeschön für die Gastfreundschaft geht an Mia Stauber und Reinhard Nesper.

Filmabend "TOMORROW"

13/6/2017

 

Tomorrow – Die Welt ist voller Lösungen​

Tomorrow ist ein Dokumentarfilm der Schauspielerin Mélanie Laurent und des Autors und Aktivisten Cyril Dion aus dem Jahr 2015. Der Film wurde in zehn Ländern gedreht, darunter u. a. in Finnland, Großbritannien und Indien. Ausgangspunkt des Films ist die momentane Situation der Welt mit ihren global zunehmenden Problemen wie der Energie- und Ressourcen-verknappung oder dem Klimawandel. Auf der Suche nach Lösungen zeigt der Film verschiedene Projekte und Initiativen mit alternativen ökologischen, wirtschaftlichen und demokratischen Ideen auf. 
Als die französische Schauspielerin Mélanie Laurent und der Autor und Aktivist Cyril Dion in der britischen Zeitschrift „Nature“ eine Studie lesen, die den wahrscheinlichen Zusammenbruch unserer Zivilisation in den nächsten 40 Jahren voraussagt, wollen sie sich mit diesem Horror-Szenario nicht abfinden. Schnell ist ihnen jedoch klar, dass die bestehenden Ansätze nicht ausreichen, um einen breiten Teil der Bevölkerung zu inspirieren und zum Handeln zu bewegen. Darum machen sich die beiden auf die Reise, um die Menschen zu finden, die bereits erfolgreich nachhaltige Projekte initiiert haben. 
Der zentrale Blickwinkel des Films liegt auf dem Zusammenhang der verschiedenen Probleme, mit der die Welt momentan zu kämpfen hat. Unterteilt in die Kategorien: Landwirtschaft, Energie, Wirtschaft, Demokratie und Bildung werden im Laufe des Films in zehn Ländern Experten und Initiativen aufgesucht, die sich mit der jeweiligen Thematik beschäftigen und an Lösungen und Projekten für eine bessere Zukunft arbeiten. Zu den besuchten Länder gehört in etwa Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen, welche sich zum Ziel erklärt hat, bis 2025 als erste Stadt der Welt „CO2-neutral“ zu werden oder die französische Überseeinsel Réunion, welche den Eigenbedarf an elektrischen Strom bis 2025 zu 100% aus erneuerbaren Energiequellen decken möchte.
Einige französische Bauern bewirtschaften ihr Land mit Mischkulturen. Die verschiedenen Pflanzen helfen einander, etwa bei der Vermeidung von Schädlingen. Der Ertrag pro Fläche solcher Mischkulturen ist viel höher im Vergleich zu Monokulturen. Auch kommen sie ohne Chemie und Traktoren aus. Selbstverständlich ist die körperliche Arbeit höher. Nach Anfangsschwierigkeiten zeigte sich auch der finanzielle Erfolg!
Ein weiteres Beispiel ist die Stadt San Franzisco, bei der 80% des Abfalls rezykliert wird – eine tolle Leistung. 

Der Verein Kultur Amden durfte einmal mehr bei Mia Stauber und Reinhard Nesper im Haus am Fallenbach zu Gast sein.

Still Alice

25/5/2016

 

Film „Still Alice“

Zunächst sind es nur Kleinigkeiten, die kaum Jemandem auffallen. Bei einem Vortrag fällt Professorin Alice Howland plötzlich ein Wort nicht mehr ein. Später verliert sie beim Joggen die Orientierung, obwohl sie die Strecke gut kennt. Alice ahnt, dass etwas mit ihr nicht stimmt. Aber die Diagnose ist trotzdem unerwartet und erschütternd. Alice leidet unter einer seltenen Form von frühem Alzheimer. Der Film ist schlicht grossartig und eindrücklich. Die Hauptdarstellerin Julianne Moor erhielt für ihre Leistung den Oscar.
 
 

Film „Le Havre“

8/4/2015

 

Film „Le Havre“ am 8. April im Haus am Fallenbach

Marcel Marx, ein früherer Literat und Möchtegern-Künstler, dessen Erfolg wohl „eher künstlerischer Art“ war, ist von Paris in die französische Hafenstadt Le Havre gezogen. Seinen Traum, eine Karriere als Schriftsteller einzuschlagen, hat er aufgegeben und verdient sich mehr schlecht als recht seinen Lebensunterhalt als Schuhputzer in der Nähe des Bahnhofs. Doch er ist mit seinem Leben zufrieden und meint, der Gesellschaft auf diese Weise besser dienen zu können. Er lebt in einem kleinen Haus, wo ihm seine liebevolle Ehefrau Arletty und die Hündin Laïka zur Seite stehen. Regelmäßig sucht Marcel in Le Havre seine Stammkneipe auf. Eines Tages trifft er während seines Mittagessens zufällig auf Idrissa, der sich im Wasser unter dem Pier verborgen hat. Der Junge aus Gabun ist illegal, in einem Container versteckt, nach Frankreich eingereist und vor den Behörden geflüchtet. Er wird von Marcel und Laika aufgenommen.
Währenddessen wird bei Arletty Krebs diagnostiziert. Sie hält ihr Wissen um ihre unheilbare Krankheit aber vor ihrem Ehemann geheim, da dieser trotz seines fortgeschrittenen Alters nie erwachsen geworden ist und den Alltag von seiner Frau regeln lässt. Marcel hilft Idrissa trotz aller Widerstände, nach London zu gelangen, wo seine Mutter lebt. Unterstützt wird er hierbei von seiner solidarischen Nachbarschaft, die unter anderem aus dem örtlichen, ihm sonst nicht wohlgesinnten Gemüsehändler, der Bäckerin Yvette sowie dem Sänger Roberto Piazza („Little Bob“) besteht. Dieser gibt im Auftrag von Marcel ein Wohltätigkeitskonzert für Idrissa, um die Schlepper bezahlen zu können. Auch der nach dem Jungen fahndende Kommissar Monet setzt sich am Ende für Idrissa ein. Als er ihn in seinem Versteck auf einem Fischerboot bemerkt, verhindert er die Durchsuchung des Bootes durch seine Kollegen.

Wie im Himmel

26/4/2013

 

Film – «Wie im Himmel – As it is in Heaven» am 26. April

​Ein wunderschöner und eindrücklicher Musikfilm im „Kinosaal“ des Hauses am Fallenbach. HeidiMaria Stauber und Reinhard Nesper waren perfekte Gastgeber.
Ein Dirigent findet in einem ländlichen Kirchenchor in der schwedischen Provinz seine Berufung und sein Glück. Der international renommierte Dirigent Daniel beendet nach einem körperlichen Zusammenbruch seine Karriere und zieht sich in das Dorf seiner Kindheit in Nordschweden zurück.

Hildegard von Bingen

1/3/2012

 

Film – Aus dem Leben der Hildegard von Bingen (1098-1179)

Am 1. März organisierte Kultur Amden einen Kinoabend im stimmigen Haus am Fallenbach (ehemals Solreal). Nach einer Einführung durch Erika Schärer fesselte uns das einfühlsame, intensive Porträt einer außergewöhnlich begabten, mutigen und visionären Frau aus dem 12. Jahrhundert. Hildegard von Bingen gründete  im Jahr 1150 das Frauenkloster Rupertsberg in der Nähe von Bingen am Rhein. Sie wirkte als Äbtissin und Heilkundige, sie komponierte und schrieb ihre bis heute berühmten Bücher nieder. Ihr Buch über die Wirkung von Kräutern ist weltberühmt. ​

Alberto Giacometti

16/6/2011

 

Film: Alberto Giacometti – Augen am Horizont am 16. Juni

​Der Film über den berühmten Schweizer Künstler ist wirklich speziell und einmalig, wie auch das Lebenswerk von Giacometti. Es ist unvergesslich, wenn man dem Künstler bei der  bei der Schöpfung seiner Figuren zuschauen kann. Da wird geknetet und verändert und betrachtet …
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