Ein Dokumentarfilm mit Rolf Günther (Teil 1)Rund 40 Interessierte fanden sich am Freitagabend, 20. Februar 2026, im Gallussaal in Amden ein, um sich auf eine aussergewöhnliche Reise mitzunehmen zu lassen: von Locarno über Mailand bis nach Venedig. Im Mittelpunkt des Abends stand der Dokumentarfilm von Journalist und Dokumentarfilmer Rolf Günter, der gemeinsam mit seinem Hund Buffo eine ungewöhnliche Reise auf dem Wasserweg unternommen hat.
Von Corina Büsser Die Route führt von den Alpen bis an die Adria und folgt einer historischen Wasserverbindung, die Locarno am Lago Maggiore mit Venedig verbindet. Statt die Strecke bequem auf Strassen oder Schienen zurückzulegen, wagten sich Günter und Buffo in einem traditionellen Holzkahn auf das Wasser. Mit dem Holzkahn von den Alpin bis zur Adria - Start in Locarno Ausgangspunkt der Reise ist Locarno am Lago Maggiore. Die Tessiner Stadt liegt zwischen See und Bergen und ist bekannt für ihr mildes, mediterranes Klima. Die Piazza Grande, die Altstadt und die oberhalb der Stadt gelegene Wallfahrtskirche Madonna del Sasso gehören zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten. Von hier beginnt das Abenteuer: Mit dem kleinen Holzkahn geht es aufs Wasser und damit hinein in eine Reise, bei der nicht nur die Landschaft, sondern auch die unterschiedlichsten Herausforderungen zum Erlebnis werden. Durch die Lombardei nach Mailand Die nächste grosse Etappe führt Richtung Mailand. Der Wechsel von der naturnahen Landschaft hin zur pulsierenden lombardischen Metropole sorgt für einen spannenden Kontrast. Mailand ist eine Stadt mit langer Geschichte und gleichzeitig ein modernes Zentrum für Wirtschaft, Kultur, Mode und Design. Im Film wird die Stadt jedoch aus einer ungewöhnlichen Perspektive erlebt – nämlich vom Wasser aus. Gerade dieser Blickwinkel macht die Reise zu etwas Besonderem und zeigt bekannte Gegenden in einem ganz anderen Licht. Die Reise ist weit mehr als eine gewöhnliche Fluss- oder Kanufahrt. Sie folgt einem Netz von Seen, Flüssen und Kanälen und macht sichtbar, welche Bedeutung die Wasserwege einst für Handel, Transport und die Entwicklung der Städte hatten. Für Rolf Günter und seinen vierbeinigen Begleiter Buffo bedeutet die Fahrt gleichzeitig ein echtes Abenteuer. Mit einem kleinen Boot unterwegs zu sein, verlangt Geduld, Ausdauer und Improvisationsvermögen. Schleusen, wechselnde Wasserverhältnisse und die Orientierung auf den verschiedenen Gewässern machen jede Etappe zu einer eigenen Herausforderung. Venedig als grosses Ziel Nach zahlreichen Kilometern auf dem Wasser wartet schliesslich Venedig. Die Lagunenstadt bildet den eindrücklichen Höhepunkt der Reise. Ihre Kanäle, Brücken und historischen Gebäude stehen sinnbildlich für eine Stadt, die seit Jahrhunderten eng mit dem Wasser verbunden ist. Damit schliesst sich auch der Bogen der Reise: Vom Lago Maggiore über die lombardischen Wasserwege bis in die Lagune von Venedig – eine Verbindung zwischen Alpenraum und Adriatischem Meer, die aus der Perspektive eines kleinen Bootes völlig neue Eindrücke vermittelt. Im Gallussaal konnten die rund 40 Besucherinnen und Besucher die verschiedenen Etappen dieser aussergewöhnlichen Reise miterleben. Die eindrücklichen Filmaufnahmen vermittelten nicht nur schöne Landschaftsbilder, sondern gaben auch einen Einblick in die Herausforderungen, die eine solche Reise mit sich bringt. Dabei wurde deutlich: Wer sich auf einen solchen Weg begibt, erlebt Landschaft und Kultur nicht einfach als Zuschauer. Das Reisen auf dem Wasser verlangsamt das Tempo und schafft eine besondere Nähe zu den Orten, an denen man vorbeikommt. Mit „Locarno – Mailand – Venedig“ stand am 20. Februar 2026 der erste Teil der zweiteiligen Dokumentarfilmreise auf dem Programm. Die Geschichte fand mit der späteren Fortsetzung „Venedig – Triest“ ihre Weiterführung. Dieser Film wird am 17. April 2026 ebenfalls im Gallussaal gezeigt. |
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