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An diesem Samstagabend spielte die Jazzband zum 10. Mal im Café Post. Gleichzeitig feierte Maja Giezendanner das 10-jährige Jubiläum im gemütlichen Pöstli. Leider fehlte der Star, die Sängerin Theres Dürr, die an einer schweren Halsentzündung litt. Das Musikprogramm musste kurzfristig neu zusammengestellt werden. Die Gastmusiker Edi Näf und Jöst Trümpy trugen viel dazu bei, dass der Abend ein voller Erfolg wurde mit rassiger Dixieland Musik.
3. Mitgliederversammlung 2009Der kleine Saal war übervoll von Mitgliedern und die Luft bald etwas stickig, so dass ein Mitglied frühzeitig nach Hause musste! In Zukunft muss die Lüftung auch im Winter sofort eingeschaltet werden. Toll war aber die grosse Zahl von interessierten Mitgliedern. Nach den Traktanden Begrüssung, Wahl von 2 Stimmenzählern, Protokoll, Jahresbeiträge liess der Archivar Hannes Bühler die Anlässe von 2008 mit einer power point Präsentation nochmals aufleben. Die 8 Anlässe waren ein toller Erfolg mit schönen und interessanten Erlebnissen. Anschliessend stellte Hanspeter Paoli die website des Vereins Kultur Amden vor. Auch er präsentierte nochmals einige highlights aus dem vergangenen Jahr. Zudem stellte er noch die kommenden Anlässe von 2009 vor. Sehr interessant und enthusiastisch vorgetragen folgte der Vortrag von Christian Steiner über die Rinquelle in Betlis. Die Ueberwindung der Schlucht an einem Seil, die Vorbereitungen des Tauchganges und natürlich das Tauchen in den verborgenen Höhlen und Gängen der Quelle beeindrucken gewaltig. Die Rinquelle ist bis zu einer Tiefe von 1000m erforscht. Speziell war der kleine weisse Krebs, der in dieser total dunklen unterirdischen Welt dahinvegetiert. Beim anschliessenden Apéro mit feinem Gebäck aus der Küche von Linus wurde intensiv und lange diskutiert. Am 5. Februar zeigt Hanspeter Paoli im Hotel Rössli den Film „bill das absolute augenmass“. Hanspeter hat in seiner Kindheit neben Max Bill gewohnt und hat ihn als Respekt Person beschrieben. So erstaunt es nicht, dass Hanspeter eine spezielle Beziehung zu diesem ausserordentlichen Künstler aufgebaut hat. Der Filmer Erich Schmid heiratete die Witwe von Max Bill. Der Film ist deshalb sehr persönlich und beschreibt das Leben von Bill unglaublich gut. Das Leben von Max Bill war nicht einfach. Schon in der Jugend wurde er wegen einem gestohlenen Heftli in ein Heim eingewiesen und später von der Kunstgewerbeschule verjagt, da er sich nach der Fasnacht nicht abschminkte! Bereits mit 17 jährig stellte Bill in Paris aus und wurde 25 jährig in die Pariser Künstlergruppe „abstraction création“ aufgenommen. Anfangs der 50er Jahre baute er als Architekt die berühmte Hochschule für Gestaltung in Ulm und wurde auch deren erster Rektor. Das Geheimnis von Bill war sein absolutes Augenmass als Künstler, Gestalter und Architekt. Bill hat sich auch politisch betätigt (Nationalrat) und war gegen die Atomkraft, gegen den überbordenden Konsum und den Vietnamkrieg. Trotzdem leistete er sich seinen eigenen Rolls Royce !! Für die 16 Ammler war dieser Film eine tolle Einstimmung auf den Besuch in Zürich. Am 7. Februar besuchten 11 Ammler die Ausstellung „*Max Bill 100“ im Haus Konstruktiv in Zürich. Die Ausstellung zeigt Bill als Maler, Zeichner und Bildhauer. Einmal beeindruckte uns die spezielle Führung durch Frau Yvonne Türler. Im ersten Saal erklärte sie uns die konkrete Kunst (kein Zusammenhang zu Gegenständen, keine Illusionen vermitteln) von Bill, die auf mathematischen Gesetzen wir Pythagoras oder auf der Fibonacchi Formel beruhen. Im oberen Saal waren Bilder des jungen Bills ausgestellt, wo er verschiedene Stile ausprobierte. Nach der Ausstellung spazierten wir an die Bahnhofstrasse zur berühmten Skulptur von Bill Nach einem Apéro in einer gemütlichen Altstadt Beiz lauschten wir um 19.00 Uhr den Glockenklängen der Kirche St. Peter. Die 5 Glocken sind unglaublich laut, aber schön. So werden Gedanken oder andere Ablenkungen von dieser sakralen Glockenmusik übertönt. Erika erzählte interessante Details über die Geschichte dieser berühmten Kirche, deren erster Turm anfangs des 13. Jh. entstand. Der 64 m hohe Kirchturm diente bis 1911 als Brandwache. Das grösste Zifferblatt Europas mit einem Durchmesser von 8,6 m ist den meisten bekannt. Ein toller erster Anlass des Vereins Kultur Amden ! Erika Schärer vom Verein Kultur Amden hat die beiden Anlässe organisiert. Am Freitag 8. Februar zeigte Erika nach einer kurzen Einführung über das Leben des Künstlers Picasso den Film „Mein Mann Picasso“. Der Film basiert auf dem Buch von Francoise Gilot, die während 10 Jahren Picasso’s Modell und Geliebte war. Die beiden Hauptdarsteller Anthony Hopkins und Natascha McElhone repräsentieren Picasso und Francoise hervorragend und äusserst glaubhaft. Im Rösslisaal war es mucksmäuschenstill; so echt und eindrücklich zeigte der Film das Leben von Picasso. Auch seine ungeheure Schaffenskraft (10'000 Bilder, 50'000 Zeichnungen) bis zum 90. Geburtstag erlebte man hautnah. Als einer der wenigen Maler war er bereits zu seinen Lebzeiten weltberühmt und reich; er konnte sich alles leisten. Die negativen Seiten des Genies wie Egozentrik, Egoismus, herablassende Behandlung von Mitmenschen zeigen, dass Sonne und Schatten einfach zusammengehören. Etwa alle 10 Jahre wechselte Picasso sein Modell respektive seine Geliebte. Das Leben mit Picasso war nicht einfach; trotzdem wollten seine ehemaligen Geliebten die ungeheuer intensive und teils verrückte Zeit mit ihm nicht missen. Francoise Gilot war eine starke Persönlichkeit und bot als einzige dem 40 Jahre älteren Picasso die Stirn. Sie war auch die einzige Geliebte, die Picasso verliess, was ihm ganz und gar nicht passte! Am nächsten Morgen besuchten wir zusammen die Picasso Ausstellung im SeedammKulturzentrum in Pfäffikon, wo einige Tage vorher 2 Gemälde von Picasso gestohlen wurden. Wir hatten Glück, da die Ausstellung später aus Angst wieder geschlossen wurde. Die 20 (minus 2) Bilder und die 150 Zeichnungen und Lithografien zeigten das ganze Schaffensspektrum Picasso’s von seiner Jugendzeit an bis ins Alter. Die Führung durch eine Kunsthistorikerin war schlicht grossartig. Sie zeigte uns, wie man Bilder „liest“, was sie bedeuten und wie sie im Zusammenhang zur jeweiligen Lebenssituation von Picasso standen. Die grossen Themen des Künstlers, wie Maler und Modell, das Frauenportrait (seiner Geliebten), der Stierkampf, mythologische Figuren wie Minotaurus, Faun oder Pan, waren vertreten. Wir lernten von der Historikerin, dass der Gott Pan ein begnadeter Flötenspieler war, der die Menschen mit seiner Musik anlockte. Als sie den grauenhaft hässlichen Pan erblickten, flohen sie in panischer Angst davon. Die tolle Historikerin erinnerte uns an den kürzlich verstorbenen Franz Baumberger, der die Kunstwerke der Rüti Sepp Ausstellung im Museum und im Rössli eindrücklich beschrieb, Zusammenhänge aufzeigte und wichtige Details erklärte. Eine gute Führung wird oft zu einem unvergesslichen Erlebnis!! Unter der Rubrik „Amden persönlich“ hat der Verein Kultur Amden eine Institution gegründet, bei der wir interessante Ammler, Gäste, Freunde und ehemalige Bewohner zu Wort kommen lassen. Patrick Lo Giudice ist eine interessante und sehr kreative Person. Er wohnt seit einigen Jahren mit seiner Frau Patrizia im Chloos in einem originell umgebauten Ammler Bauernhaus. Am Sonntag 9. November pilgerten etwa 15 Ammler ins Atelier in Niederurnen. Herzlichen Dank den Gastgebern, die uns mit Kaffee, Wein, Sekt und vielen Snacks begrüssten. Patrick stellte vor einigen Jahren seine speziellen Wachsbilder im Museum Amden erstmals vor. Ein grosses und wunderschönes Bild hat er dem Museum geschenkt, welches den Aufgang zum Obergeschoss schmückt. Ein sehr eindrückliches Wachsbild befindet sich im neuen Anna Göldi Museum in Mollis. Seine spezielle Technik, Bilder in Wachstechnik zu malen, ist einmalig. Patrick hat etwa 7 Jahre getüftelt, bis er grosse und homogene Wachsbilder formen kann, die den Witterungseinflüssen standhalten. Die Ausstrahlung der Bilder ist speziell, faszinierend und mit einer seltsamen Tiefenwirkung. Bei der Vernissage in Mollis betrachtete ich die verzweifelte und traurige Anna Göldi mehrere Minuten lang; die Stimmung des Bildes überträgt sich sehr kraftvoll auf den Betrachter. Die Bilder von Patrick berühren und lösen Gefühle aus, wie dies auch bei Musik, in der Natur oder bei der Begegnung mit anderen Menschen geschieht. Dies ist nicht selbstverständlich, es gibt auch oberflächliche Bilder, Musik und Menschen! Patrick stellte uns seine neusten Werke vor: wunderschöne Wachsbilder von Frauen. Wieder stellt sich dieses seltsame Gefühl ein, wenn man die eindrücklichen, geheimnisvollen Gesichter betrachtet. Was denken sie gerade, was beschäftigt sie? Diese 5 Frauengestalten sind Teil seines neuen Projektes: „Die 13 Apostolinen“ – zur Ehre und Huldigung der Frauen. Wir sind gespannt auf die Vernissage im nächsten Jahr! Am traditionellen Herbstmarkt war der Verein Kultur Amden wieder mit einem Stand vertreten. Auf einem grossen Tisch befanden sich viele antike Schätze, aber auch Bilder, alte Pfeifen, ein wunderschönes Spielzeugauto, Vasen, Schalen etc. Die Auktion dieser Köstlichkeiten fand nur vereinzelte Käufer, schade. Der Imbisstand mit Bratwürsten, Servelats, Risotto, Kaffee, Mineralwasser, Wein und Bier war hingegen ein Grosserfolg. Wir hatten den besten Kaffee des ganzen Marktes! Das traumhaft schöne Herbstwetter lockte auch viele Wanderer an unseren verlockenden Stand. Amden hat nicht nur den höchsten Wasserfall, sondern auch eine der ältesten Burgruinen der Schweiz. Noch vor Christi Geburt schickte der römische Kaiser Augustus ein grosses Heer von etwas 20‘000 Mann unter dem Feldherr Varus nach Germanien. Mit grosser Sicherheit erbaute er die Burg bei der Strahlegg. In den letzten Jahrhunderten hat die Natur die Burg zurückerobert und mit Bäumen und Büschen eingekleidet. Es ist das Verdienst der Initianten Thomas Angehrn und Wisi Thoma, dass der ehrwürdige Bau wieder in alter Pracht erscheint und von weit her sichtbar ist. An diesem wunderschönen Ort wurde zudem eine Schweizerfamilie-Feuerstelle erstellt. Den vielen Sponsoren und Helfern sei an dieser Stelle herzlich gedankt. Was würden wir auch tun ohne unser Bauamt, die einfach alles können?! Herzlichen Dank auch den Landbesitzern Wisi und Therese Zahner. Bei eher lausigem Wetter wurde die neue Feuerstelle am 4. Oktober eingeweiht von etwa 15 Ammlern, ausgerüstet mit Wanderschuhen und Regenschutz. Nasses Holz wurde zusammengetragen; aber auch mit etlichen Papier-Nastüchern gelang es nicht, ein Feuer zu entfachen. Unser Bademeister Silvio Marti liess aber nicht locker und bald erwärmte uns ein schönes Feuer. Mit einem Glas Weisswein wurde die Feuerstelle neben den uralten Mauern feierlich eingeweiht. Aus unerfindlichen aber sehr kreativen Gründen wollte Thomas Angehrn Gugelhopf auf dem Feuer grillieren. Der Erfolg war mässig, führte aber zu einer noch fröhlicheren Stimmung. Etwas später tauchten noch Würste und Brot auf super. Das Wetter besserte sich zusehends und die traumhafte Lage der Feuerstelle wurde uns allen gewusst. Der Blick auf die wirklich grosse und eindrückliche Burg, die gepflegten Wiesen, den See und die Berge ist einfach grossartig. Ideen wurden diskutiert, was man hier alles unternehmen könnte im Zusammenhang mit der Römerzeit. Unser TAW könnte jährlich einen Römertag organisieren mit römischen Spielen, römischer Küche und Essen auf römische Art, Vermietung von Rüstungen und Kleidern, kleines Theater für Kinder, Ausstellung von Bildern oder Schriften aus dieser Zeit, Vorträge, Filme etc etc. Die Veranstaltung fand ihren Abschluss in der gemütlichen und vor allem wärmenden Gaststube von Therese und Wisi Zahner. Der Graphiker und Künstler Paul Leber verbrachte seine Ferien in der Jugendzeit in Amden. Auch heute noch weilt er oft auf unserer schönen Sonnenterasse und malt seine Bilder. Am 2. August fand die Vernissage statt im Museum Amden, wo sehr viele Leute den Ausführungen von Emil Bischofberger, dem Neffen Hanspeter Paoli und dem Künstler selbst zuhörten. Seine interessanten Bilder stammen aus einer 60 jährigen Schaffensperiode und sind sehr vielfältig. Die Vernissage von Paul Leber wurde im Rössli fortgesetzt, auch konnte man dort das virtuelle Atelier von Paul erkunden. Das Rössli war noch nie so schön – an allen Wänden hingen Bilder von Paul. Zur vorgerückten Stunde spielte die einheimische Jazzband „Happy Lakers“ und sorgte für eine gute Stimmung. Die Tanzeinlagen des 80 jährigen Pauls bleiben unvergesslich – ein toller Anlass !! Eisenplastikers. Besonders eindrücklich waren die öffentlichen Verbrennungen seiner teils sehr grossen Kunstwerke aus Holz. Es ist seltsam, teilweise unverständlich und doch wieder faszinierend und eindrücklich, wenn der Künstler eigene Werke verbrennt! Aber eben alles ist vergänglich; auch unsere stolzen Schweizerberge werden in ihrem eigenen Schutt versinken… Bei garstigem Wetter besuchte ein kleines Grüppchen Ammler am 13. Juli den Skulpturenpark von Bernhard Luginbühl in Mötschwil bei Burgdorf. Eine Schwiegertochter des Künstlers führte uns durch den grandiosen Park bei seinem Bauernhaus. Die meist riesigen und sehr schweren Plastiken beeindruckten. Luginbühl benötigt Baumaschinen zur Fertigung seiner Meisterwerke, wenn schon eine einzelne Schraube bereits 50 kg wiegen kann! Manche Werke konnten anhand eines versteckten Schalters in Bewegung gesetzt werden. Gebilde mit einer riesigen Kugel auf einer schrägen Achse sind das Wahrzeichen von Luginbühl; ein solches Werk kann im Flughafen Kloten bewundert werden. Toll fanden wir die Mitarbeit seiner 3 Söhne, die dem Vater beim Aufbau der Plastiken helfen, aber in der Zwischenzeit auch eigenständige Kunstwerke schaffen. Die Führung endete in der sehr originellen Bar des Parks mit Kaffee, Wein, Kuchen, Trockenfleisch etc. Ein eindrücklicher Tag! Zur Vorbereitung des Besuches wurde der Film „Der Schatz der Pharaonen“ vom National Geographic Society“ im Hotel Rössli gezeigt. Besuch der Ausstellung im Toni Areal in Zürich: Tutanchamun: Sein Grab und seine Schätze Drei Grabkammern des Tutanchamun wurden original- und massstabgetreu nachgebaut, so dass die Besucher einen authentischen Raumeindruck erhalten. Ueber 1000 Repliken der wichtigsten, mehr als 3000 Jahre alten Fundstücke sind zu bewundern, gefertigt von den besten ägyptischen Kunsthandwerkern. Die Ausstellung war absolut super. Die Ammler Gruppe lauschte gespannt und konzentriert der Aegyptologin Frau Dr. Wunderli. Sie verstand es meisterhaft, uns Informationen über Kultur und die Geisteswelt der alten Aegypter zu vermitteln. Sie erzählte viel über den Totenkult der Aegypter, ihre Götter, ihre Dynastien und über die geheimnisvolle Hieroglyphenschrift. Es war einfach unglaublich und unvergesslich, alle diese grossartigen Kunstwerke zu bestaunen. Die Ammler waren eine gute Gruppe, wie folgendes email von Frau Wunderli beweist: Sehr geehrte Herr. Bühler Ich möchte mich bei Ihnen ganz herzlich für Ihre lobenden Worte bezüglich meiner Führung in der Tutanchamunsausstellung bedanken. Es ist sehr schön für mich zu wissen, dass die Teilnehmer zufrieden waren. Ich möchte auch Ihnen ein Kompliment aussprechen – Sie waren eine tolle Gruppe, interessiert, aufmerksam, offen und aufgestellt und ich habe die Führung mit Ihnen wirklich genossen. Sie sind immer noch in meiner Erinnerung. Vielleicht führt uns der Zufall irgendwann wieder zusammen. In jedem Fall bin ich gerne bereit bei bedarf für Sie oder Ihre Freunde eine spezielle private Führung zu machen. Ich wünsche Ihnen allen gute Zeit und viele interessante Erlebnisse im Leben. Danke und einen lieben Gruss J. Wunderlin |
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August 2026
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